Identitätsprüfung bei Krediten

Bevor Sie im Internet einen Kredit aufnehmen oder ein Konto eröffnen können, muss natürlich Ihre Identität geprüft werden. Eine Identitätsprüfung im Internet ist nicht ungewöhnlich, Sie müssen halt nachweisen, dass Sie wirklich die Person sind, die Sie eben auch sind. Vor Ort geschieht das meist mit dem Personalausweis, den Sie am Schalter der Bank einfach vorlegen. Das können Sie im Internet natürlich nicht, also wird eine Identitätsprüfung stattfinden. Das ist ganz einfach, in aller Regel nutzen die User das Postident-Verfahren.

 

Die Banken sind verpflichtet die Identität des Kunden genau festzustellen, so wird Missbrauch unterbunden. Diese Identitätsprüfung macht in aller Regel die Post, das Postident-Verfahren hat sich weitgehend durchgesetzt. Dort wird Ihr Personalausweis überprüft und einwandfrei festgestellt, dass Sie auch der sind, der Sie tatsächlich sind. Die Bank hat somit Sicherheit und weiß mit wem sie es zu tun hat. Betrüger haben durch die Identitätsprüfung keine Chance, sie können kein Konto unter falschem Namen eröffnen und sie können schon gar keinen Kredit aufnehmen.

 

Das Postident-Verfahren

Wenn Sie online einen Kredit aufnehmen möchten oder ein Konto eröffnen wollen, dann stellt die Post Ihre Personalien fest. Dieses Verfahren ist vollkommen sicher, am Postschalter weisen Sie sich einfach mit Ihrem Personalausweis oder mit Ihrem Reisepass aus. Der Postbeamte bestätigt dann Ihre Identität. Sie erhalten natürlich vorher ein Formular von der Bank, das Sie beim Postamt vorlegen müssen. Die Unterlagen der Bank enthalten auch einen Postident-Coupon, damit auch der Postbeamte die Identitätsprüfung ordnungsgemäß ausführen kann. Er schickt dann alle Unterlagen an die jeweilige Bank und das Postident-Verfahren ist schon beendet. Es ist praktisch genauso, als würden Sie direkt am Bankschalter Ihren Ausweis vorlegen.

 

Der Zeitaufwand ist ebenfalls sehr gering, dieses Verfahren ist in wenigen Minuten erledigt. Sicher müssen Sie sich in eine Post-Filiale begeben, aber selbst das dürfte kein Problem sein. Werden Sie nicht ungeduldig, denn bis die Unterlagen bei der Bank sind, kann es schon ein paar Tage dauern. Sobald aber die Bank die Identitätsprüfung in Händen hat, erhalten Sie den Kreditvertrag oder die nötigen Unterlagen für eine Kontoeröffnung. Das Postident-Verfahren bedeutet Sicherheit für die Bank, aber auch für Sie.

 

Das Video-Ident-Verfahren

Auch das Video-Ident-Verfahren hat sich etabliert, hier wird Ihre Identität direkt über das Internet festgestellt. Dazu benötigen Sie eine Webcam und natürlich Ihren Personalausweis oder den Reisepass. Dieses Verfahren wird bisher aber nur von sehr wenigen Banken angeboten und auch nur zur Eröffnung eines Girokontos. Aber wie funktioniert nun das Video-Ident-Verfahren eigentlich?

 

Sie beantragen zunächst das von Ihnen gewünschte Konto, das geht ganz einfach über ein Online-Formular vonstatten. Dann kann schon das Video-Ident-Verfahren beginnen. Sie tätigen zunächst einen Video-Anruf bei der Bank und dort werden Sie aufgefordert, die Vorder- und Rückseite Ihres Personalausweisen in die Webcam zu halten. Der Ausweis muss mehrmals bewegt werden, sonst können nicht alle Sicherheitsmerkmale geprüft werden. Die Ausweisnummer wird ebenfalls erfasst und gleichzeitig werden Fotos angefertigt. Sie schließen die Identitätsprüfung ab, indem Sie von der Bank eine E-Mail, eine SMS oder eine TAN erhalten, die Sie dann in das Formular eintragen. Fertig!

 

Beide Identitätsprüfungen sind vollkommen sicher. Eine Kontoeröffnung per Video-Ident geht natürlich deutlich schneller, Sie können Ihre Identität in drei bis fünf Minuten nachweisen. Dieser Service wird zwar noch wenig genutzt, aber Sie müssen sich nicht erst zum Postamt begeben und sich nicht in eine lange Schlange einreihen. Am bequemsten ist natürlich die Identitätsfeststellung per Video.

 

Welches Identitätsverfahren Sie auch immer wählen

 

Es gibt viele gute Gründe, um sich zu identifizieren. Dann dadurch wird jeder Betrug verhindert, eine fremde Person kann mit Ihrer Identität kein „Schindluder“ treiben. Es gibt reichlich Personen mit krimineller Energie, die auf Ihren Namen ein Konto eröffnen oder gar einen Kredit aufnehmen. Das wird mit der Identitätsprüfung unterbunden, es bedeutet also Sicherheit für Sie und für die Bank. Die Banken wollen natürlich das eigene Risiko möglichst gering halten, sie sind aber auch gesetzlich verpflichtet, eine Identitätsprüfung durchzuführen. So kann es nicht zu kriminellen Geschäften kommen und es kann kein Schwarzgeld „gewaschen“ werden. Auch dem Finanzamt ist sehr daran gelegen, dass das Geld versteuert ist und nicht etwa aus „schwarzen“ Konten kommt. Wenn nicht geprüft wäre, wäre dem Verbrechen ja Tür und Tor geöffnet, es käme zu Geldwäsche, Verbrecher könnten sich Kredite erschleichen, Vermögen könnte verschleiert werden und nicht zuletzt könnte mühelos Steuerhinterziehung betrieben werden.

 

Das alles kann jedoch mit einer Identitätsprüfung nicht passieren, wenn alle Daten korrekt sind, kann ein Kredit ganz einfach aufgenommen werden und genauso mühelos können Sie online ein Konto eröffnen. Und vor allen Dingen können Sie sicher sein, dass Kriminelle nicht ins Spiel kommen können. Ihre Identität gehört schließlich nur Ihnen.

Sportwetten-Hedgefonds – eine todsichere Geldanlage?

Dass sich mit Sportwetten Geld verdienen lässt, ist keine neue Erkenntnis. Insiderwissen ist dafür nicht unbedingt nötig. Vielmehr braucht es einfach jede Menge Glück. Wer hingegen an der Börse erfolgreich sein will, muss sich in tief in die Materie einarbeiten und sein Know-how geschickt einsetzen. Sportwetten und Kapitalanlagen lassen sich aber auch kombinieren, wie der britische Centaur Galileo Hedgefonds zeigte. Dieser wurde jedoch eingestellt, nachdem er 2,5 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt hatte.

 

Quelle: https://pixabay.com/de/verwischen-diagramm-computer-daten-1853262/

 

Galileo war wie ein normaler Hedgefonds aufgebaut, wobei die Analysten beim Wachstum komplett auf Sportwetten gesetzt haben und nicht auf traditionelle Anlageformen. Er wurde 2010 ins Leben gerufen und basierte auf einer Software, deren Entwicklung fünf Jahre dauerte. Der erwartete Return on Investment betrug 15 bis 25 Prozent. Zwei Jahre später wurde der Hedgefonds liquidiert. Auf dem Papier schien es funktioniert zu haben und das Ende sei “schlichtweg Pech” gewesen, erklärte Centaur den Investoren. In Wirklichkeit war das Produkt noch nicht ganz ausgereift und die Betreiber wohl zu übermütig.

 

Erfolgreicher als der S&P 500

 

Im selben Jahr wie Centaur kam auch der Sportwetten-Hedgefonds von Priomha Capital auf den Markt. Der australische Anbieter investiert in Sportveranstaltungen verschiedener Profiligen und erzielte bis Ende 2011 eine beeindruckende Rendite von 118 Prozent, während der S&P 500 / ASX 200 im gleichen Zeitraum 17,4 Prozent verlor. Anders als Centaur setzt Priomha Capital auf Risikomanagementverfahren und eine vierteljährliche Prüfung. Zwischen 2010 und 2015 betrug der Return on Investment 17 Prozent.

 

Priomha Capital wurde von Brendan Poots gegründet, einem ehemaligen Profi-Cricketspieler und Buchmacher. Durch sein Studium des Chemieingenieurwesens an der Columbia University in New York hatte er einen tiefen mathematischen und quantitativen Hintergrund. Der Wertpapierhandel war ihm irgendwann zu langweilig und so beschloss er, andere Wege zu gehen als an der Wall Street zu arbeiten. Ursprünglich wurde die Plattform des Unternehmens für den Pferderennsport entwickelt, doch jetzt wettet der Fonds auch auf Golf, Fußball, Cricket und Tennis.

 

Mehr Daten als von Unternehmen

 

Der US-amerikanische Selfmade-Milliardär Mark Cuban, Besitzer des Basketball-Teams Dallas Mavericks, hatte bereits 2004 über die Idee eines Sportwetten-Hedge-Funds geschrieben. Bei Sportwetten kommt es darauf an, Informationen zu bekommen und diese besser zu nutzen als andere es tun. Über lokale Sportvereine wird in den Medien öfter berichtet als über einheimische Unternehmen. Anbieter von Sportwetten wie Betway veröffentlichen regelmäßig aktuelle Quoten auf alle möglichen Ereignisse, die in Zusammenhang mit Sportveranstaltungen stehen. Fällt ein Spieler aus oder hat jemand einen Fehler gemacht – es bleibt nicht lange geheim. Überall gibt es Statistiken über Siege, Niederlagen, Unentschieden, Tore und Meisterschaften. Unternehmen hingegen veröffentlichen Informationen nur dann, wenn es ihnen nützt oder wenn sie es müssen.

 

Eine todsichere Sache sind Sportwetten natürlich dennoch nicht, denn Pässe kommen oft nicht an und Elfmeter werden auch mal verschossen. Dennoch setzen vor allem ehemalige Finanzmarkt-Profis auf dieses Pferd. Gerade in Zeiten, wo klassische Anlagestrategien, Tagesgeld oder Festgeld kaum Zinsen abwerfen, suchen Investoren nach neuen Wegen der Gewinnerzielung. Inzwischen gibt es etwa zehn Sportwetten-Hedgefonds, die zum einen sehr riskant und zum anderen nicht so stark reguliert sind wie herkömmliche Investmentfonds.

 

Eine Wissenschaft für sich

 

Sportwetten-Experten – sogenannte Quants – haben meist gar kein Interesse an Sport und behaupten, dass erfolgreiche Sportwetten nichts weiter als eine ausgeklügelte mathematische Gleichung sind. Sie haben oft einen Doktortitel in Mathematik oder Physik und erstellen aus komplexen Daten Algorithmen, um Ergebnisse vorhersagen zu können. Sie arbeiten mit Menschen zusammen, die sich die Spiele live oder am Fernseher anschauen und die dabei gesammelten Statistiken an die Analysten übermitteln. Dabei geht es nicht nur um Ecken und Tore, sondern auch um das Wetter und die Stimmung der Fans.

 

In der nun schon fast zehnjährigen Niedrigzinsphase werden Nischenprodukte wie Sportwetten-Hedgefonds immer interessanter. Ein großer Vorteil von Sportwetten gegenüber dem Aktienmarkt ist die Unkorreliertheit. Es hat sich gezeigt, dass politische oder wirtschaftliche Ereignisse keine oder kaum Auswirkungen auf Sportereignisse haben. Diese Hedgefonds – sofern sie kontrolliert werden – sind ideal für eine Diversifikation des eigenen Anlageportfolios. Die Renditen wie bei Priomha Capital sprechen für sich. Zudem sind Sportwetten-Hedgefonds rezessionssicher und unempfindlich gegenüber den weiteren Ereignissen des globalen Finanzwesens.

Risiko beim Geld anlegen: Wann ist die Geldanlage sicher?

Wie sicher muss eine Geldanlage sein?
Das Thema Sicherheit wird bei der Geldanlage größer denn je geschrieben. Bildquelle: Number1411 – 426028597 / Shutterstock.com

 

Der Traum vom passiven Einkommen durch Zinsen oder andere Kapitaleinkünfte ist auch heute noch allgegenwärtig. Es gibt auf den Kapitalmärkten zahlreiche Angebote und Anlageprodukte, die hohe Renditen bei vermeintlich hoher Sicherheit versprechen. Doch worauf kommt es bei einer Geldanlage an und wann gilt diese wirklich als sicher?

Der deutsche Sparer steht in dem Ruf, sich hauptsächlich auf konservative Anlageformen zu verlassen. Eine GfK-Analyse bestätigt dies laut Informationen auf rp-online.de. Demnach haben auch im Jahr 2016 noch ca. 40% der Anleger in Deutschland ihr Geld auf einem Sparbuch mit Mini-Zinsen deponiert. Doch mittlerweile scheint zumindest teilweise ein Umdenken stattzufinden, denn die Anschaffung einer Immobilie liegt mittlerweile für 46% der Befragten an der Spitze der attraktiven Geldanlagen. Dahinter rangieren die betriebliche Altersvorsorge (42%), Gold (38%), der Bausparvertrag (29%) und das Tagesgeldkonto (18%). Doch worauf sollten Anleger bei der Wahl ihrer Geldanlage wirklich achten?

Was macht eine Geldanlage sicher?

Die Sicherheit einer Geldanlage bemisst sich danach, wie wahrscheinlich es ist, das investierte Kapital nach Beendigung zuzüglich entsprechender Rendite zurückzuerhalten. Dabei lässt sich in vielen Fällen grob folgender Zusammenhang beobachten:

  • Hohe Rendite = hohes Risiko
  • Niedrige Rendite = niedriges Risiko

Somit dürfte auch klar sein, dass die Sicherheit einer Geldanlage oft in Relation zu den jeweiligen Renditechancen gesehen werden muss. Wer einfach zu einem Berater geht, erhält unter Umständen überteuerte Produkte, die hauptsächlich hohe Vermittlungsprovisionen einbringen. „Mit ein bisschen Eigeninitiative ist es aber auch für Einsteiger nicht schwer, auf eigene Faust Geld einfach und gut anzulegen“, so ein Finanzberater von sicheregeldanlage.info. Im Folgenden sollen deshalb einige Arten der Geldanlage mit ihren jeweiligen Sicherheitsmerkmalen näher erklärt werden:

  1. Zinseinlagen

Zu den Zinseinlagen gehören unter anderem folgende Formen der Geldanlage:

Geldanlage Kurzbeschreibung Sicherheit und Rendite
Sparbuch Es kann jederzeit Geld auf ein Sparbuch eingezahlt werden, welches fix verzinst wird. Hohe Sicherheit dank Einlagensicherung bei absoluter Mini-Rendite.
Tagesgeld Funktioniert wie ein Sparbuch, ist jedoch auch im Hinblick auf Geldabhebungen deutlich flexibler. Hohe Sicherheit dank Einlagensicherung und bessere Rendite als beim Sparbuch.
Festgeld Ein fixer Betrag wird für einen vorher definierten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt. Das Kapital ist erst zum Ende der Laufzeit verfügbar. Hohe Sicherheit dank Einlagensicherung und bei längeren Laufzeiten bessere Rendite als beim Sparbuch oder Tagesgeld.

 

  1. Versicherungsprodukte

Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen gehören ebenfalls zu den eher sicheren Geldanlagen. Wer nicht gerade auf fondsgebundene Produkte setzt, erhält eine garantierte Rendite, auch wenn der Garantiezins zuletzt auf 0,9% pro Jahr abgesenkt wurde. Es wird im Normalfall regelmäßig Geld eingezahlt und später lässt sich das angesparte Kapital nebst Zinsen als Einmalzahlung oder als lebenslange Rente auszahlen. Folgende Merkmale zeichnen Versicherungsprodukte aus:

  • Hohe Kosten durch Abschlussgebühren und Kosten für die Kontoführung
  • Eventuell Möglichkeit der staatlichen Förderung in Form von Riester- oder Rürup-Rente (nur bei Auszahlung als Rente)
  • Relativ hohes Maß an Sicherheit (gesetzliche Begrenzung im Kauf von Aktien, stetiger Liquiditätszufluss durch Sparer)
  • Eher niedrige Rendite (Garantieverzinsung plus eventuelle Überschussbeteiligung)
  1. Fonds

Fonds investieren je nach Ausrichtung in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Rohstoffe oder auch Edelmetalle. Anleger können Anteile an dem jeweiligen Fonds erwerben und somit an dessen Wertentwicklung partizipieren. Die Rendite richtet sich hierbei nach der Wertentwicklung der jeweiligen Assets. In punkto Sicherheit müssen hier verschiedene Aspekte betrachtet werden:

  • Ausfallsicherheit: Wenn die Bank des Anlegers Insolvenz anmelden muss, hat dies mit seinen Fondsanteilen nicht viel zu tun. Die Anteile sind nämlich Sondervermögen und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Lediglich eventuelle Geldbeträge auf Verrechnungskonten könnten in Gefahr sein, sind aber durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde geschützt.
  • Kursrisiko: Das Anlegerrisiko bei Fonds liegt hauptsächlich in der Kursentwicklung. Investiert ein Fonds in Aktienwerte, deren Kurs erheblich fällt, kann dies für den Fonds und damit auch für dessen Anteilseigner Verluste mit sich bringen. Fonds weisen hierbei jedoch den Vorteil auf, dass sie das Kursrisiko durch Investments in verschiedene Werte bereits deutlich senken.

Hinweis: Wer die Sicherheit beim Fondsinvestment erhöhen möchte, kann auch auf indexbasierte ETFs setzen. Diese bilden einen bestimmten Aktienindex ab und schlagen mit deutlich geringeren Kosten zu Buche, da die Fonds nicht aktiv gemanagt werden müssen. Die Rendite entspricht dabei dem Wertzuwachs des jeweiligen Indexes (DAX, Dow Jones, MSCI World) abzüglich einer sehr geringen Gebühr.

Fazit

Die Sicherheit einer Geldanlage muss immer in Relation zur Rendite betrachtet werden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Anleger sich verschiedene Alternativen der Geldanlage genau anschauen, um letztlich eine für sie interessante Alternative zu wählen.

 

Die 10 fiesesten Online-Fallen

Betrüger im Internet lassen sich seit geraumer Zeit immer wieder neue Tricks einfallen, um den, oft ahnungslosen, Nutzern Geld aus der Tasche zu ziehen. Merken diese, dass sie übers Ohr gehauen worden sind, ist es dann oftmals schon zu spät. Doch welche Online-Fallen sind momentan am häufigsten anzutreffen und wie kann man sich effektiv vor ihnen schützen? Das und noch viel mehr verraten die folgenden Zeilen.

Einbußen bei Geld
Wer im Internet Betrügern zum Opfer fällt, muss dies meistens mit finanziellen Einbußen bezahlen. Bildquelle: Andrey_Popov – 311055986 / Shutterstock.com

 

Falle 1: Phishing

 

Eine relativ populäre Methode, von der auch vergleichsweise viele Nutzer schon einmal etwas gehört haben, ist das sogenannte Phishing. Gerade bei Internetseiten wo man seine persönlichen Daten oder seine Bankverbindung eingeben soll, zum Beispiel für einen Online Kredit, ist Vorsicht geboten. Denn hier können Betrüger mitunter ziemlich leicht Daten abgreifen, wenn die Verbindung nicht verschlüsselt ist. Ein Vergleich von solchen Webseiten sollte immer vorab durchgeführt werden oder man sucht sich ein passendes Vergleichsportal. Seriöse Portale wie kreditvergleich-24.eu, check24 oder verivox.de legen höchsten Wert auf Datensicherheit und Schutz vor Phishing.

 

Falle 2: Post vom Anwalt

 

Ähnlich beliebt, aber nicht weniger gefährlich ist auch das Verschicken von Mails, die dem Empfänger suggerieren, dass diese von einer Anwaltskanzlei stammen. Gegenstand solcher Mails sind meistens unangemessene Forderungen wie die Begleichung einer Rechnung, wofür man gar keine Gegenleistung erhalten hat. Hinter dieser perfiden Masche, die bei den Betroffenen berechtigterweise Angst und Schrecken verbreitet, steckt die Absicht, den Rechner mit einer Schadsoftware zu infizieren. Dies geschieht über die angehängte ZIP-Datei, die angeblich die offene Rechnung enthalten soll. Öffnet der Nutzer diese Datei, installiert sich der Virus im System automatisch.

 

Falle 3: Jahresabo

Aufbau dubioser Internetseiten
Ehe man sich versieht, hat man im Internet auf manchen Seiten ein teures Jahresabo abgeschlossen. Bildquelle: everything possible – 572891296 / Shutterstock.com


Eine besonders ausgefallene Masche ist auch die Abzocke mit Jahresabonnements. Entsprechende Webshops sind so angelegt, dass sie dem Nutzer von einer Registrierung nennenswerte Vorteile versprechen. So wird beispielsweise angegeben, dass man dann Zugriff auf eine Datenbank von Händlern für Restposten hat. Trägt ein Besucher jedoch seine Daten in das dafür vorgesehene Formular auf der Webseite ein, schließt er in Wahrheit ein kostenpflichtiges Abo ab, das mit dreistelligen Beträgen pro Jahr zur Kasse bittet. In solchen Fällen ist es meistens so, dass man besser nicht zahlen sollte und den Fall direkt an seinem Anwalt übergibt.

 

Falle 4: Keine Lieferung

 

Ein wahrer Klassiker unter den Abzockern per Webshop ist auch die Einbehaltung des Geldes, ohne die gewünschte Ware zu liefern. Solche Fake-Shops gibt es im Internet leider zuhauf und sie sind nicht immer auf den ersten Blick auch als solche zu identifizieren. Alle Alarmglocken sollten jedoch dann angehen, wenn die Preise beispielsweise weit unter dem marktüblichen Niveau liegen oder auch ein Impressum entweder ganz fehlt oder grob unvollständig ist. Meistens sind derartige Unternehmen auch nicht in Deutschland ansässig, was ebenfalls ein gewichtiges Indiz sein kann. Leider ist es so, dass man hier auch öfter mit einem Anwalt keine Chance mehr hat, weil die wahren Identitäten gezielt verschleiert werden.

 

Falle 5: ESTA-Anträge

 

Vielen Menschen weitaus weniger bekannt ist die Online-Falle der ESTA-Anträge. Bei diesen handelt es sich um elektronische Einreiseanträge, wobei ESTA für Electronic System for Travel Authorization steht. Die Betrüger, die sich die Unwissenheit vieler Reisender zunutze machen wollen, gehen nun laut t-online.de hin und übernehmen die Antragstellung für die Betroffenen. Das lassen sich die Gauner jedoch mit hohen Kosten von 70 bis 80 Dollar vergüten, wobei dies lediglich mit der Existenz einer kostenlosen Hotline oder dergleichen begründet wird. Immerhin bekommen die Reisenden bei dieser Masche meistens ihre Anträge, die Kosten sind jedoch um ein Vielfaches höher.

 

Falle 6: Branchenbücher

Umgehung von Gefahren
Auch bei dem Eintrag in Branchenbücher im Netz lauern diverse Gefahren, die man umgehen sollte. Bildquelle: KieferPix – 157983308 / Shutterstock.com

 

Ziemlich gerissen ist auch die Falle Nr. 6, die den Internetnutzern mit kostenpflichtigen Branchenbucheinträgen das Geld aus der Tasche zieht. Während derartige Einträge früher noch Gang und Gäbe waren, werden solche Einträge heute viel seltener, aber zum Beispiel aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung vorgenommen. Kriminell wird es jedoch dort, wo der Anbieter suggeriert, derartige Einträge seien kostenlos, im Kleingedruckten aber hohe jährliches Kosten nennt, die in extremen Fällen sogar die Grenze von 1000 Euro sprengen können. In derartigen Fällen hat man jedoch gute Chancen, sich mit einem Widerruf von dem Vertrag zu lösen.

 

Falle 7: Angebote bei Facebook

 

Wer in die nächste Falle tappt, kommt aus dem Staunen meistens gar nicht mehr raus. Auf Facebook vermutet nämlich praktisch niemand, abgezockt zu werden. Kriminelle bedienen sich hier scheinbaren Gratis-Angeboten, die etwa mit Hilfe der Facebook Promotions einem großen Kundenkreis präsentiert werden. In Wahrheit soll das Ganze jedoch oftmals nur dazu dienen, die Facebook-Nutzer auf externe Seiten zu lenken, wo dann wiederum der Abschluss eines kostenpflichtigen Abos intendiert ist. Für Nutzer ist das alles mitunter sehr undurchsichtig, weil sie davon ausgehen, mit der Angabe ihrer Daten an einer Verlosung teilzunehmen.

 

Falle 8: Scareware

 

Bekannt und gefürchtet ist auch der Trick mit der Scareware. Dabei handelt es sich um Einblendungen auf Computerbildschirmen, die dem Anwender mitteilen, er habe sich soeben sein Gerät mit einem Virus infiziert. Diese Messages dienen jedoch in allen Fällen nur dazu, dem Betroffenen Angst einzujagen und ihn dazu zu bewegen, ein kostenpflichtiges Tool zur Beseitigung des schadhaften Programms zu installieren. Die beste Methode ist, sich von solchen Einblendungen nicht verunsichern zu lassen und diese am besten zu ignorieren. Das gilt gemäß computerwoche.de umso mehr für den Fall, dass man einen Mac nutzt, weil dieser weitaus weniger empfindlich ist.

 

Falle 9: Intelligenztest

 

Abzockfalle Nummer 9 ist der Intelligenztest, oder kurz IQ-Test, der im Netz von diversen Anbietern offeriert wird. Viele Menschen interessieren sich für ihre eigene IQ-Zahl und geben dann bei Google die entsprechenden Suchbegriffe ein. Während die große Zahl der Tests im Netz durchaus seriös ist und keine bösen Absichten verfolgt, gibt es auch diverse zwielichtige Webseiten. In der Praxis erkennt man diese unter anderem daran, dass man für eine detaillierte Auswertung des Tests seien Daten an den Betreiber schicken soll, wodurch man gleichzeitig unwissentlich einen kostenpflichtigen Service in Anspruch nimmt.

 

Falle 10: Gewinnspiele

 

Last but not least sind es auch unseriöse Gewinnspiele, die öfter dazu genutzt werden, Anwender abzuzocken. Die Bandbreite der möglichen Gewinne ist dabei riesig und verspricht natürlich ausnahmslos sehr reizvolle Gegenstände. Es gibt selbstverständlich sehr viele Anbieter von Gewinnspielen, die auch wirklich die versprochenen Gewinne ausschütten. Betrüger machen es hingegen oftmals so, dass sie gar nicht vor haben, den Gewinn herauszugeben, sondern nur an die Daten der Nutzer kommen wollen. Auch hier kann es sein, dass direkt und unbeabsichtigt auf der Webseite ein Abo abgeschlossen wird.