Die 10 fiesesten Online-Fallen

Betrüger im Internet lassen sich seit geraumer Zeit immer wieder neue Tricks einfallen, um den, oft ahnungslosen, Nutzern Geld aus der Tasche zu ziehen. Merken diese, dass sie übers Ohr gehauen worden sind, ist es dann oftmals schon zu spät. Doch welche Online-Fallen sind momentan am häufigsten anzutreffen und wie kann man sich effektiv vor ihnen schützen? Das und noch viel mehr verraten die folgenden Zeilen.

Einbußen bei Geld
Wer im Internet Betrügern zum Opfer fällt, muss dies meistens mit finanziellen Einbußen bezahlen. Bildquelle: Andrey_Popov – 311055986 / Shutterstock.com

 

Falle 1: Phishing

 

Eine relativ populäre Methode, von der auch vergleichsweise viele Nutzer schon einmal etwas gehört haben, ist das sogenannte Phishing. Gerade bei Internetseiten wo man seine persönlichen Daten oder seine Bankverbindung eingeben soll, zum Beispiel für einen Online Kredit, ist Vorsicht geboten. Denn hier können Betrüger mitunter ziemlich leicht Daten abgreifen, wenn die Verbindung nicht verschlüsselt ist. Ein Vergleich von solchen Webseiten sollte immer vorab durchgeführt werden oder man sucht sich ein passendes Vergleichsportal. Seriöse Portale wie kreditvergleich-24.eu, check24 oder verivox.de legen höchsten Wert auf Datensicherheit und Schutz vor Phishing.

 

Falle 2: Post vom Anwalt

 

Ähnlich beliebt, aber nicht weniger gefährlich ist auch das Verschicken von Mails, die dem Empfänger suggerieren, dass diese von einer Anwaltskanzlei stammen. Gegenstand solcher Mails sind meistens unangemessene Forderungen wie die Begleichung einer Rechnung, wofür man gar keine Gegenleistung erhalten hat. Hinter dieser perfiden Masche, die bei den Betroffenen berechtigterweise Angst und Schrecken verbreitet, steckt die Absicht, den Rechner mit einer Schadsoftware zu infizieren. Dies geschieht über die angehängte ZIP-Datei, die angeblich die offene Rechnung enthalten soll. Öffnet der Nutzer diese Datei, installiert sich der Virus im System automatisch.

 

Falle 3: Jahresabo

Aufbau dubioser Internetseiten
Ehe man sich versieht, hat man im Internet auf manchen Seiten ein teures Jahresabo abgeschlossen. Bildquelle: everything possible – 572891296 / Shutterstock.com


Eine besonders ausgefallene Masche ist auch die Abzocke mit Jahresabonnements. Entsprechende Webshops sind so angelegt, dass sie dem Nutzer von einer Registrierung nennenswerte Vorteile versprechen. So wird beispielsweise angegeben, dass man dann Zugriff auf eine Datenbank von Händlern für Restposten hat. Trägt ein Besucher jedoch seine Daten in das dafür vorgesehene Formular auf der Webseite ein, schließt er in Wahrheit ein kostenpflichtiges Abo ab, das mit dreistelligen Beträgen pro Jahr zur Kasse bittet. In solchen Fällen ist es meistens so, dass man besser nicht zahlen sollte und den Fall direkt an seinem Anwalt übergibt.

 

Falle 4: Keine Lieferung

 

Ein wahrer Klassiker unter den Abzockern per Webshop ist auch die Einbehaltung des Geldes, ohne die gewünschte Ware zu liefern. Solche Fake-Shops gibt es im Internet leider zuhauf und sie sind nicht immer auf den ersten Blick auch als solche zu identifizieren. Alle Alarmglocken sollten jedoch dann angehen, wenn die Preise beispielsweise weit unter dem marktüblichen Niveau liegen oder auch ein Impressum entweder ganz fehlt oder grob unvollständig ist. Meistens sind derartige Unternehmen auch nicht in Deutschland ansässig, was ebenfalls ein gewichtiges Indiz sein kann. Leider ist es so, dass man hier auch öfter mit einem Anwalt keine Chance mehr hat, weil die wahren Identitäten gezielt verschleiert werden.

 

Falle 5: ESTA-Anträge

 

Vielen Menschen weitaus weniger bekannt ist die Online-Falle der ESTA-Anträge. Bei diesen handelt es sich um elektronische Einreiseanträge, wobei ESTA für Electronic System for Travel Authorization steht. Die Betrüger, die sich die Unwissenheit vieler Reisender zunutze machen wollen, gehen nun laut t-online.de hin und übernehmen die Antragstellung für die Betroffenen. Das lassen sich die Gauner jedoch mit hohen Kosten von 70 bis 80 Dollar vergüten, wobei dies lediglich mit der Existenz einer kostenlosen Hotline oder dergleichen begründet wird. Immerhin bekommen die Reisenden bei dieser Masche meistens ihre Anträge, die Kosten sind jedoch um ein Vielfaches höher.

 

Falle 6: Branchenbücher

Umgehung von Gefahren
Auch bei dem Eintrag in Branchenbücher im Netz lauern diverse Gefahren, die man umgehen sollte. Bildquelle: KieferPix – 157983308 / Shutterstock.com

 

Ziemlich gerissen ist auch die Falle Nr. 6, die den Internetnutzern mit kostenpflichtigen Branchenbucheinträgen das Geld aus der Tasche zieht. Während derartige Einträge früher noch Gang und Gäbe waren, werden solche Einträge heute viel seltener, aber zum Beispiel aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung vorgenommen. Kriminell wird es jedoch dort, wo der Anbieter suggeriert, derartige Einträge seien kostenlos, im Kleingedruckten aber hohe jährliches Kosten nennt, die in extremen Fällen sogar die Grenze von 1000 Euro sprengen können. In derartigen Fällen hat man jedoch gute Chancen, sich mit einem Widerruf von dem Vertrag zu lösen.

 

Falle 7: Angebote bei Facebook

 

Wer in die nächste Falle tappt, kommt aus dem Staunen meistens gar nicht mehr raus. Auf Facebook vermutet nämlich praktisch niemand, abgezockt zu werden. Kriminelle bedienen sich hier scheinbaren Gratis-Angeboten, die etwa mit Hilfe der Facebook Promotions einem großen Kundenkreis präsentiert werden. In Wahrheit soll das Ganze jedoch oftmals nur dazu dienen, die Facebook-Nutzer auf externe Seiten zu lenken, wo dann wiederum der Abschluss eines kostenpflichtigen Abos intendiert ist. Für Nutzer ist das alles mitunter sehr undurchsichtig, weil sie davon ausgehen, mit der Angabe ihrer Daten an einer Verlosung teilzunehmen.

 

Falle 8: Scareware

 

Bekannt und gefürchtet ist auch der Trick mit der Scareware. Dabei handelt es sich um Einblendungen auf Computerbildschirmen, die dem Anwender mitteilen, er habe sich soeben sein Gerät mit einem Virus infiziert. Diese Messages dienen jedoch in allen Fällen nur dazu, dem Betroffenen Angst einzujagen und ihn dazu zu bewegen, ein kostenpflichtiges Tool zur Beseitigung des schadhaften Programms zu installieren. Die beste Methode ist, sich von solchen Einblendungen nicht verunsichern zu lassen und diese am besten zu ignorieren. Das gilt gemäß computerwoche.de umso mehr für den Fall, dass man einen Mac nutzt, weil dieser weitaus weniger empfindlich ist.

 

Falle 9: Intelligenztest

 

Abzockfalle Nummer 9 ist der Intelligenztest, oder kurz IQ-Test, der im Netz von diversen Anbietern offeriert wird. Viele Menschen interessieren sich für ihre eigene IQ-Zahl und geben dann bei Google die entsprechenden Suchbegriffe ein. Während die große Zahl der Tests im Netz durchaus seriös ist und keine bösen Absichten verfolgt, gibt es auch diverse zwielichtige Webseiten. In der Praxis erkennt man diese unter anderem daran, dass man für eine detaillierte Auswertung des Tests seien Daten an den Betreiber schicken soll, wodurch man gleichzeitig unwissentlich einen kostenpflichtigen Service in Anspruch nimmt.

 

Falle 10: Gewinnspiele

 

Last but not least sind es auch unseriöse Gewinnspiele, die öfter dazu genutzt werden, Anwender abzuzocken. Die Bandbreite der möglichen Gewinne ist dabei riesig und verspricht natürlich ausnahmslos sehr reizvolle Gegenstände. Es gibt selbstverständlich sehr viele Anbieter von Gewinnspielen, die auch wirklich die versprochenen Gewinne ausschütten. Betrüger machen es hingegen oftmals so, dass sie gar nicht vor haben, den Gewinn herauszugeben, sondern nur an die Daten der Nutzer kommen wollen. Auch hier kann es sein, dass direkt und unbeabsichtigt auf der Webseite ein Abo abgeschlossen wird.